Sanierung Rutschung Übersbergzufahrt in Pfullingen

An der Zufahrt zum Übersberg kam es nach den Starkregenereignissen im Mai 2013 und Juni 2016 zu drei Rutschungen. Aus geologischer Sicht ist das Rutschungsgeschehen am Albtrauf ein natürlicher Prozess der rückschreitenden Erosion des übersteilten Hanggeländes.

Rutschung „Abzweigung Gummiweg“

Hier sind aufgrund der geologischen Verhältnisse schon seit mehreren Jahren Rutschungen im Straßenbereich festgestellt worden und durch verschiedene Maßnahmen, z.B. Injektion mit stabilisierendem Bauschaum sowie Angleichungen von stärkeren Verwerfungen im FB-Bereich saniert worden. Länge ca. 280 m. Aufgrund der ca. 10-14 m mächtigen, auf dem Gleithorizont (OK Tonmergelstein) aufgelagerten gemischtkörnigem Hangschutt und Hanglehm wurde in Abstimmung mit dem Geologen und AG festgelegt, dass im Bereich der hier auftretenden Rutschungen (Setzungen) der bituminöse Fahrbahn Belag entfernt wird. Danach wird die bestehende Schottertrasse entsprechend der Planung nachprofiliert, die hangseitige Grobschottermulde incl. der Ablaufquerungen hergestellt und im gesamten Bereich eine Tragdeckschicht aufgebracht.

Rutschung 1

Auch hier sind Rutschungen aus früheren Jahren bekannt und laufend saniert worden. Länge ca. 85 m. Der eigentliche Rutschbereich wird mit Bohrpfählen Ø 62 cm, Achsabstand 3,0 m, welche in den Tonmergelstein einbinden, und mit einem rückverhängtem Kopfbalken gesichert. Das anfallende Bohrgut kann nach Angaben des Geologen ohne Zwischentransport in die Böschung entsorgt werden.

Der vorhandene FB-Belag wird entfernt, das Schotterplanum nachprofiliert und eine neue Tragdeckschicht aufgebracht.

Rutschung 2

Durch die im September 2017 erneut einsetzenden, starken Regenfälle ist die Fahrbahn talseitig teilweise bis zu Straßenmitte abgerutscht. Das führte dazu, dass die komplette Zufahrt zum Übersberg gesperrt werden musste. Länge ca. 150 m. Wie bei der Rutschung 1, werden hier Bohrpfähle mit gleichen Abmessungen und Abstände aus Rutschung 1 zur Hangsicherung eingebracht. Im eigentlichen, stark abgerutschten Bereich muss eine tiefer liegende Bohrebene hergestellt werden. Das anfallende Bohrgut kann nach Angaben des Gelogen ohne Zwischentransport in die Böschung entsorgt werden. Auf dem rückverhängten Kopfbalken werden zur Herstellung der früheren Fahrbahnbreite Gabionenkörbe aufgesetzt und mit entsprechendem Material hinterfüllt. Im Bereich des vorhandenen Fahrbahnabschnittes wird die Sanierung entsprechend Rutschung 1 hergestellt. Als Endbelag wird im gesamten Sanierungsabschnitt eine Tragdeckschicht aufgebracht.

Herrmann und Mang Ingenieure GmbH & Co. KG | Beratende Ingenieure BDB, VSVI | Kraußstraße 3 | 72793 Pfullingen | Telefon: 07121 97300 | E-Mail

betreut durch die webversteher